Der Immobilienmarkt in Berlin

Schon frühzeitig haben wir uns bei der Vermittlung von Immobilien auf das Arbeitsgebiet Westend & Charlottenburg konzentriert, weil Berlin mit 96 Ortsteilen und einer Gesamtfläche von ca. 892 km², in etwa der Summe der Flächen von München und Köln entspricht.
Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg gab es zum Jahresende 2014 in Berlin 1. 891.798 Wohnungen verteilt auf 12 Bezirke.
Wir kennen zwar Berlin sehr gut, doch es wäre vermessen, in ganz Berlin jede Mikro- und Makrolage (räumliches Umfeld in einem weiteren und in einem engeren Sinn) ständig im Blick zu haben.
Selbst der Verwaltungsbezirk Charlottenburg – Wilmersdorf scheint für eine ständige, fundierte Marktbeobachtung zu groß, denn bei einer Fläche von 64,72km² stehen ca. 182.600 Wohnungen (Zensus 2011) fast 330.000 Einwohnern zur Verfügung.

Charlottenburg und Westend sind bei einer Gesamtfläche von 24,1 km² und mit ca. 165.000 Einwohnern schon wesentlich überschaubarer. Durch unsere Konzentration auf diese etwas kleinere Region können wir Ihnen in diesen Wohnlagen wesentlich schneller die mögliche Zielgruppe und den bestmöglich erzielbaren Preis für Ihre Immobilie ermitteln. Nutzen Sie diesen Vorteil.

Zudem ist der Immobilienmarkt ständig in Bewegung, weshalb unsere Auftraggeber unsere kontinuierliche und persönliche Präsenz vor Ort schätzen.  
Neben Gesetzesänderungen beeinflussen und beeinflussten gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sowie das Gewähren und Streichen von steuerlichen Subventionen den Immobilienmarkt. Nachfrage und Angebot unterliegen Schwankungen, an die man sich jedoch nur selten erinnert, wenn man nicht ständig am Markt teilnimmt.

 

Entwicklung der Immobilienpreise Berlin1

1989-2000
1989-2000
2008 - 2015
2008 - 2015

Hier nur wenige Beispiele, wie der Immobilienmarkt beeinflusst wurde:

  • Ab dem Jahr 2006 wurde der Wegfall der Eigenheimzulage und der degressiven AfA, aufgrund des ausreichend guten Wohnungsbestandes in Deutschland von der Regierung gerechtfertigt. Es standen damals in Ostdeutschland mehr als eine Million Wohnungen leer. Auch in westdeutschen Städten hat sich die Wohnungssituation seit Anfang der 90er Jahre deutlich entspannt. Die Bevölkerungszahlen wuchsen nicht mehr, die Zahl der Haushalte stieg nur noch mäßig. Und heute?

  • Bis 1983 war selbstgenutztes Wohneigentum von der Grunderwerbsteuer befreit, jedoch musste beim Erwerb einer vermieteten Eigentumswohnung 7 % entrichtet werden. Ab 1983 wurde dann der Steuersatz einheitlich auf 2% gesetzt, unabhängig davon, ob die Immobilie zum Eigennutz oder als Kapitalanlage erworben wurde. Seit Herbst 2006 dürfen die einzelnen Bundesländer die Höhe der Grunderwerbsteuer ganz individuell bestimmen. Damals wurde wohl erwartet, dass die Länder im Wettbewerb um Neubürger und Unternehmen die Grunderwerbsteuer senken würden. In Berlin hat sich seitdem die Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 6% (seit 2014) erhöht. Das hierdurch eine zusätzliche Hürde für Kaufinteressenten aufgebaut wurde und der Wohnungsneubau eher behindert wird, nimmt nicht nur unsere Landesregierung in Kauf.2

  • Beim Wohnungsbau wurde beispielsweise die Differenz zwischen der Kostenmieten von umgerechnet 12,00-18,00€/m² und der Sozialmiete von umgerechnet 4,50€/m² von der Investitionsbank Berlin im 2ten Förderungsweg (ab 1976) subventioniert. Diese Förderung wurde 2003 außer Kraft gesetzt, da in Berlin ca. 100.000 Wohnungen leer standen und die Stadt arm aber dafür sexy war.3
       

    Quellenangabe
    1 IBB Wohnungsmarktbericht 2015 und  Geschäftsstelle Gutachterausschuss Berlin (Grafik 1989-2000) und Immobilienscout GmbH, eigene Berechnung RegioKontext GmbH
    2 Verband Wohneigentum e.V.
    3 IHK, Wohnungspolitik in Berlin

    Zum Wohnungsmarktbericht 2015 der IBB gelangen Sie über folgenden Link:  
    http://www.ibb.de/PortalData/1/Resources/content/download/ibb_service/publikationen/IBB_Wohnungsmarktbericht_2015.pdf